[noPAG Buendnis] Fwd: Presseeinladung: 24. Oktober 2019, München - Körperverletzung im Amt - Forschungsergebnisse der Studie KviAPol der Ruhr-Universität Bochum

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Sa Okt 19 14:09:33 CEST 2019



-------- Originalnachricht --------
Betreff: Presseeinladung: 24. Oktober 2019, München - Körperverletzung 
im Amt - Forschungsergebnisse der Studie KviAPol der Ruhr-Universität 
Bochum
Datum: 2019-10-18 16:55
Von: presse at nopagby.de
An: Presse <presse at nopagby.de>

Presseeinladung

Bündnis #noPAG und Lehrstuhl Politische Soziologie sozialer
Ungleichheit (LMU)

präsentieren:

Vortrag und Diskussion zu Studie

„Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte"
(Ruhr-Universität Bochum, Leitung: Prof. Dr. Tobias Singelnstein)

Donnerstag, 24.10.2019, 19:30 Uhr
EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, München

Ob im Kontext von Klimademonstrationen und Fußballspielen, bei
rechtswidrigen Polizeirazzien in Geflüchtetenunterkünften oder
spontanen Personenkontrollen: Körperverletzung im Amt bzw.
Polizeigewalt ist ein großes gesellschaftliches Problem. Leider wird
das Phänomen oft unterschätzt oder als Einzelfall abgetan und nur
extrem unzureichend juristisch verfolgt.

Wir haben deshalb Hannah Espín Grau, Dipl.-Jur, von der
Ruhr-Universität Bochum eingeladen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Tobias
Singelnstein forscht sie dort im Rahmen des Forschungsprojekts
„Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte" und wird uns den
neuesten Zwischenstand der Forschungen präsentieren. Sie stellt darin
die Ergebnisse einer großangelegten Umfrage von Betroffenen vor und
geht dabei auf Viktimisierungsprozesse, Anzeigeverhalten und
Dunkelfeldstrukturen ein.

Im Anschluss wird Roman Thurn, M.A., der an der LMU München und am
Institut für Protest- und Bewegungsforschung zu Polizei und
Gesellschaft forscht, die Ergebnisse in gesellschaftliche Entwicklungen
einordnen und sich mit den Hintergründen der in der Studie
dargestellten Problemlagen - gerade auch aus Betroffenensicht -
auseinandersetzen.

Abschließend gibt es die Gelegenheit den beiden Forscher*innen Fragen
zu stellen und in die Diskussion über das Problem Polizeigewalt und
mögliche Lösungsansätze einzusteigen. Die Vortragenden und sowie
Laura Pöhler. Sprecherin des Bündnisses #noPAG - Nein zum Bayerischen
Polizeiaufgabengesetz stehen im Anschluss an die Diskussion für
Interviews zur Verfügung.

Den Zwischenbericht des Forschungsprojekts „Körperverletzung im Amt
durch Polizeibeamte" finden sie hier:
https://kviapol.rub.de/index.php/inhalte/zwischenbericht

Für Rückfragen wenden sie sich gerne an presse at nopagby.de oder an
Bündnissprecherin Laura Pöhler (0176/32548046)

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Laura Pöhler
für das noPAG-Presseteam

Das Bündnis noPAG - NEIN! zum neuen Polizeiaufgabengesetz Bayern
  Das Bündnis noPAG wurde Anfang 2018 von etwa 100 Organisationen
gegründet mit dem Ziel, die Verabschiedung des bayerischen
Polizeiaufgabengesetzes in seiner Neufassung von 2018 zu verhindern
sowie die bereits im Jahr 2017 beschlossene Regelungen zurückzunehmen.
Über 40.000 Teilnehmer an einer Großdemonstration in München und
viele weitere Zehntausend in den Städten und Gemeinden Bayerns,
protestierten gegen die Beschlussfassung des Polizeiaufgabengesetzes
durch den Landtag. Das Polizeiaufgabengesetz wird breit von
verschiedenen Klägern sowohl vor dem bayerischen Verfassungsgerichtshof
als auch dem Bundesverfassungsgericht angegriffen. Das Bündnis noPAG
unterstützt eine gemeinsame Klage von Einzelklägern gegen das PAG vor
dem Bundesverfassungsgericht. Ziel des Bündnisses ist es, das
bayerische Polizeiaufgabengesetz zurückzunehmen, insbesondere die
Befugnisausweitung durch die Einführung und durchgehende Verwendung des
Begriffes der "drohenden" Gefahr. Das Bündnis unterstützt auch den
bundesweiten Protest gegen Neufassungen des Polizeirechts in anderen
Bundesländern, da diese häufig das bayerische Polizeiaufgabengesetz
als Blaupause verwenden. Wir fordern stattdessen ein bundesweites
Moratorium für Änderungen der Sicherheitsgesetze. Die Entwicklung der
Kriminalitätsstatistik belegt, dass für weitere Verschärfungen keine
Notwendigkeit besteht. Sicherheitsgesetze müssen nach einem Gebot des
Bundesverfassungsgerichtes in einer sogenannten
Überwachungsgesamtrechnung auf ihre Eingriffe in den unbedingt zu
schützenden Kernbereich der privaten Lebensgestaltung hin überprüft
werden. Dies findet bis heute nicht statt, auch weil es die Politik
versäumt hat, das notwendige Handwerkszeug für eine derartige
Überwachungsgesamtrechnung zur Verfügung zu stellen.
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : PE_Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte_24.Okotber 2019 München.pdf
Dateityp    : application/pdf
Dateigröße  : 283198 bytes
Beschreibung: nicht verfügbar
URL         : <http://lists.nopagby.de/pipermail/buendnis/attachments/20191019/886c4655/attachment-0001.pdf>


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